Für einige Zeit im Ausland zu leben ist ein spannendes Abenteuer und gleichzeitig sind auch einige Herausforderungen daran geknüpft, denn wir müssen Abschied nehmen und uns auf neue Gegebenheiten und Menschen einlassen.

Pollock, van Reeken und Pflüger haben zu dem Thema geforscht und fünf Phasen ausgearbeitet, durch die Menschen gehen, wenn sie ins Ausland umziehen. Die Erkenntnis über diese Phasen können helfen, die eigenen Emotionen im Übergangsprozess besser verstehen zu können. 

Die 5 Phasen des Übergangs beim Umzug ins Ausland:

1. Phase: Eingebundenheit (Stabilität; Gefühl der Teil einer Gemeinschaft zu sein und den Sitten und Traditionen zu folgen, um Teil der Gemeinschaft zu bleiben)

2. Phase: Abschied (Vorbereitung auf den Abschied, in dem emotionale Bindun- gen gelockert werden; verwirrender Prozess, der zu Wut und Traurigkeit führen kann)

3. Phase: Übergang (Beginn beim Verlassen des Heimatortes und Ende, wenn die Entscheidung getroffen ist, sich in die neue Gemeinschaft einzufügen; wird häufig als chaotisch empfunden)

4. Phase: Eintritt (Entscheidung, Teil der Gemeinschaft zu sein, aber immer noch verwundbar, Ambivalenz: Begeisterung über die neuen Entdeckungen und Heimweh)

5. Phase Wiedereinbindung (Bereitschaft, sich anzupassen und Teil der Gemeinschaft zu sein; Gefühl, dass etwas Gewinnbringendes entsteht)

(vgl. Pollock, van Reeken & Pflüger 2007, S.87).